Collagenmalereien kurz erklärt ...
Ich bin leidenschaftliche Sammlerin alter Bücher, schöner, meist nostalgisch angehauchter Muster aus Zeitschriften, Geschenkpapieren und anderer Drucksache. Ich sammle, bewahre, schnippel, schneide, lege, verschiebe, klebe und so entstehen auf dem Spielplatz meiner Fantasie individuelle Collagen zunächst auf kleinen – meist 15 x 15 cm – Malkartons, in deren Mittelpunkt immer ein Mensch, meist eine stark wirkende Frau der 50er/60er/70er Jahre steht.
Um diesen Menschen herum arbeite ich den Rest: farbige Musterflächen, Kalenderblattausschnitte, Textfragmente, Fotos von Gegenständen aus scheinbar alten Zeiten, Blumen usw. Dabei werden die Papierschnipsel so lange hin und her geschoben, bis die Komposition ein stimmiges Bild ergibt und eine eigene kleine Geschichte erzählt. Erachte ich diese kleine Papiercollage für ein „gelungenes Motive“, dann dient sie mir als Vorlage für eine Malerei auf Leinwand.
Dabei beginnt wiederum ein neuer kreativer Prozess, denn nicht immer ist das, was ich „intuitiv“ zusammengeklebt habe, so leicht in eine großformatige Malerei umsetzbar. Unter der Zuhilfenahme von Schablonen, Stempeln oder anderer Hilfsmittel und oft auch durch Abwandlung des „Originals“ entsteht dann eine Collagenmalerei auf Leinwand: kraftvoll, farbenfroh und einzigartig.
